gestern morgen, 8.20 haneda airport, am check-in: ah, für shanghai brauch ich vorab ein visum? äh, mist! wieso hab ich das nicht früher abgeklärt?
eigentlich doch klar, dass die chinesen da schwierig tun.
örkh, naja, halt gleich darauf auf die botschaft gerasselt um das visum zu beantragen, erhalten konnte ich das aber erst heute früh - die botschaft öffnet aber erst um 9 uhr morgens, und von haneda nach shanghai gibts täglich nur EIN star alliance flug, und zwar um 10.25. das hiess, ich musste meine nächsten reisepläne alle um zwei tage nach hinten verschieben. dafür musste ich einiges rumskypen (btw, hei, skype ist unglaublich praktisch für sowas!), das klappte aber relativ gut und war nach etwa drei stunden erledigt. und eigentlich, nachdem der anfängliche ärger überwunden war, fand ichs jetzt im nachhinein gar nicht so tragisch, noch etwas länger in tokyo geblieben zu sein!
denn irgendwie hab ich jetzt den flickenteppich an orten in tokyo ziemlich gut zusammengebastelt, d.h. ich bin nun an vielen orten gewesen, hab insgesamt schon in sechs verschiedenen hotels/umgebungen übernachtet. langsam hab ich n gutes gefühl für tokyo, was die distanzen betrifft - der kern des yamanote-rings ist sozusagen langsam kartiert. - denn in tokyo ist's irgendwie mühsam, weil man irgendwo aussteigt, irgendwo durchgeht, und dann wieder in den zug oder die metro einsteigt, wenn nicht sogar bei derselben haltestelle. dadurch macht man quasi erfahrungs-inseln, die aber lose im räumlichen gedächtnis treiben. und jetzt, in der metapher; der meeresspiegel sinkt langsam und es hängt alles zusammen. ich kam in den letzten tagen einige male an orten vorbei, wo ich realisierte; oh! das ist ja hier!
ausserdem konnte ich jetzt mal zwei tage getrost mit nichts (schlaues) tun verbringen, das war ganz entspannend und vielleicht auch ganz gut, bevors dann in china wieder drunter und drüber geht.
aberyu, sonstso ein paar lose themen:
- roppongi ist n komisches quartier. zum einen ist da roppongi hills, ein superschickes wohnquartier mit hyatt und einkaufszentrum - ich war da vor sieben jahren schon mal, und hei, das hat sich unglaublich verändert, jetzt ists unglaublich belebt und dicht zugebaut, damals war's irgendwie hingeklotzte kunststadt. daneben gibts mehrbessere, hübsche wohnquartiere. und, eben, andererseits so ne art ausgangsmeile mit bars, clubs etc. - jetzt kommts: gestern abend dachte ich, ich geh mir die sache mal anschaun, und trink vielleicht noch was, wenn sich ne einladende bar fände. den plan warf ich dann aber über bord, weil an diesen roppongi-strassen etwa alle vier meter n schwarzer steht, der einem anquatscht und in ein gewisses etablissement, in korea nannten wir das sexy-lady-bar, schleiken will. dabei gibts quasi ne hostess gratis zum überteuerten getränk, die einen unterhält und toll findet (sofern man sich unterhalten kann). unter umständen kann man die wohl nachher auch mitnehmen. gut, das ist ja nichts neues, aber; diese schwarzen in roppongi, die sind echt aufdringlich und hartnäckig. man muss schon mal unfreundlich werden ("please, leave me alone") um die loszuwerden. einfach weiterlatschen geht nicht, die verfolgen einen noch 100m weit. nunja. war nicht so toll, demnach. irgendwie gab's sehr viele westliche models (oder dünne, grosse prostituierte?) in den strassen. komisches örtchen. tipp: als mann nicht alleine hingehn.
- zwischen roppongi und shinjuku gibts, einen, waitforit, LÄDERACH?!! .. und, holymoly, die sind ja auf expansionskurs! (selbst nachsehn) crazy sache, aus ennenda!
(ah, zur erklärung für alle andern: mein onkel wohnt eben dort, ist ein kleines dorf auf der andern seite der linth bei glarus)
- nette, preiswerte, coole, buisness-hotel-kette in japan: mystays( englische reservationsseite ) .. also, ein wenig wie toyoko-inn, selbes preissegment, nur war hier ein innenarchitekt am werk! :D .. ist wirklich n angenehmes raumgefühl, und das badezimmer ist geplättelt, nicht so ein ab-der-stange-flugzeug-plastikding, wie sonst üblich. ausserdem, zumindest hier in hamamatsucho ist das zimmer einiges geräumiger als der sonst übliche standard. (das ding ist überigens auch brandneu, in 7 jahren ists dann, je nach dem, auch nicht mehr so toll). aberju, irgendwie ist alles einfach einen tick besser, hübscher, durchdachter als bei der konkurrenz.
ich übernachte hier überigens, weil ich von hier in 20 minuten ohne umsteigen auf dem flughafen bin.
- uniqlo ist die coolste ladenkette auf der welt. (das so ne art japanischer H&M, vorzüglich aber männermode) die solln mal was in zürich eröffnen!
- noch n tipp für tokyo: war vorgestern abend noch auf nen drink im 38sten stock des mandarin oriental tokyo. grandiose sicht auf die stadt, gute, sauteure cocktails (2100 yen), angenehme atmosphäre (live jazz), unterwürfigste bedienung.. ah, und nicht zuletzt etwas lost-in-translation feeling. ;) (insofern: park hyatt in shinjuku wär der originalschauplatz, und ne alternative .. nebst andern. das mandarin war einfach grad um die ecke für mich)
- hab mir active noise cancellation in-ear headphones gekauft. eigentlich für den flug, sind aber auch in der lärmigen grosstadt gold wert! denn irgendwie hat's immer in der nähe irgendwo eine lärmige strasse, die dumpf vor sich hingrollt. das belastet mit der zeit, es ist unglaublich, wie entspannend's dann ist, mal ruhe zu haben. moll, gueti sach.
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