in matsumoto gibts die älteste burg japans zu besichtigen (das treffenderweise 'matsumotojou' heisst, burg matsumoto), das zwar nicht sonderlich imposant ist, aber für anja und tobi war's glaub ich ganz interessant. am abend fuhren wir nach kiso-fukushima, an ein dorffest (mikoshi matsuri) .. von dem wir zufällig im führer gelesen hatten. an diesen matsuris gibts im wesentlichen stände mit essen und plastikspielzeug, sowie solche der kategorie dosenwerfen. dazu gibts meistens irgend ein anlass, sei es ein feuerwerk, tanzdarbietungen oder typischerweise auch merkwürdig angezogene japaner, welche auf ihren schultern lautstark irgend ein ding durch die strassen schaukeln. ein mikoshi ist ein kleiner schrein auf einer holztrage, welcher im fall von kiso fukushima aus holz war und... im laufe des abends kaputt gemacht wird. dazu wird er von einigen dutzend merkwürdig gekleideten männern stundenlang durch die strassen 'gerollt' (siehe bildchen). das lustige ende, nämlich der zeitpunkt, wo das ding in tausend stücke zerbricht, haben wir leider verpasst, weil wir schon um halb 11 auf den letzten zug zurück nach matsumoto mussten - war aber trotzdem ganz lustig, besonders weil man als westler in diesen gefilden dann langsam was exotisches ist.
am nächsten tag gings nach kyoto, wo ich ja schonmal gewesen bin und was für mich deshalb nicht mehr so spannend war. aber auch anja und tobi schienen, vielleicht auch wegen den nachwehen der fujitour und der hitze, nicht allzu erpicht auf exzessive tempeltouren - abernaja! wir teilten uns dann auch zweimal auf, zumal ich auch etwas erkältet/kaputt war und mal einen nachmittag mit im ryokan rumliegen verbringen sollte. während anja und tobi den kinkakuji pavillon anschauen gingen, sah ich mir den ginkakuji an (jawohl, k und g) - wo ich feststellte, dass ich das ding vor 7 jahren schonmal gesehen hab.
nach ein paar tagen kyoto gings dann ruckzuck hoch in den norden, nach morioka, was eine wenig ansehnliche, aber zentral gelegene, grössere stadt ist. von dort aus war urprünglich geplant, den iwate-san zu besteigen, noch so n vulkan, was wir aber dann in den wind schrieben, weil die wanderung etwas zu lange gewesen wäre, die busverbindungen schlecht und das wetter nicht so gut. stattdessen machten wir eine tagestour in den südteil des towada-hachimantai nationalparks, wo man einen berg per bus recht weit hoch fahren kann. von dort aus wanderten wir einige stunden auf einer bergkette über mehrere gipfel (darunter nyuuto-san, eben jetzt der nippelberg, siehe crazy bild) bevor wir ins tal hinunterstiegen. am ende unserer wanderung gabs einen hübschen onsen, in dem wir unsere müden glieder erholen konnten.
am nächsten tag wollten wir den andern teil des nationalparks, weiter nördlich am towada see gelegen (nicht zu verwechseln mit dem tazawa see!) .. wozu wir nach aomori fuhren und von da per JR bus richtung hakkoda-san. wir übernachteten dort im berühmt-alt-ehrwürdigen sukayu-onsen, das war etwas teuer, aber eigentlich ganz nett - und, wie schon erwähnt, gabs da überraschenderweise in der lobby internet, in der pampa. dort gabs auch ein grosses gemischtes onsen-bad - aber japanisch gemischt! d.h. in der mitte der badepools gabs n schild, welches das bassin in frauen- und männer-seite teilt. auf der frauenseite gabs dazu jeweils geschickt angelegte sichtschutzwände von der umkleidekabine zu den pools, bis ins wasser - denn das wasser ist so trüb, dass man, einmal eingetaucht, perfekt verhüllt ist. aber eigentlich ne ganz lustige lösung, aber etwas viel aufwand, ich habe da drin keine einzige frau gsehn (von 8-9 ists nur für frauen zugänglich, dort kumulierts wohl). das war aber bestimmt auch besser so, denn die onsen-klientel bestand vorwiegend aus schrumpligen rentnern.
leider war das wetter im nationalpark dann richtig, richtig übel, es regnete stundenlang wie aus kübeln. deswegen gings am nächsten tag per bus weiter zum towada see: dort stiegen wir kurz aus, stellten fest, dass es immer noch unsäglich regnerisch war und dass man am see bei derartigem wetter nicht viel schlaues machen kann, stiegen wieder in den bus und fuhren weiter nach hachinohe.
(so, jetzt bin ich gleich in tokyo, nächster post - später!)
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