sodele.. ist mein letzter abend in japan, mal noch den rest updaten, bevor's morgen nach Shanghai geht! ich übernachte grad in nem business hotel, das ist zwar sehr komfortabel, aber man ist auch etwas allein, zumal's für mich in tokyo irgendwie auch nicht mehr allzuviel zu entdecken gibt. nunja, können wir uns mal entspannen.
wo waren wir..; in hachinohe fanden wir über die tourist info ein nettes minshuku (japanisches b&b, ryokan-stil), direkt am meer! dort gabs dort nebst freundlicher gastgeber und interessantem seafood sogar wlan. am nächsten tag fuhren wir weiter nach süden, der küste nach, wo wir schliesslich auf eine privatbahn umsteigen mussten. davon versprachen wir uns eigentlich ein paar schöne Ausblicke auf die steilküste an der route - der zug fuhr aber eher durchs hinterland, dazu noch durch viele tunnels, was etwas enttäuschend war. an unserem tagesziel miyako angekommen, suchten wir wiederum die tourist info auf und liessen uns ein hotel empfehlen. da es Wochenende war, mussten wir uns aber mit einem westler-style hotel begnügen, das war aber nach 2 wochen futon auch ganz okay. am selben abend war in miyako wieder ein natsu matsuri, diesmal mit vielen taiko-darbietungen. wie zuvor in kiso-fukushima konnte man wieder durch die strassen schlendern, und sich hier und dort mit essen und bier (oder hornkäfer) eindecken.
tags darauf fuhren wir zum 'berühmten' strand jodogahama in der nähe, der dann aber ziemlich klein und voll war. nichtsdestotrotz entspannten wir auf dem eher unbequemen steinstrand einige stunden und nahmen ein bad im pazifik, was ganz schön war. danach brachen wir noch zu einer wanderung entlang der steilküste auf, die laut guidebook 2h dauern sollte - nach einer sehr schwitzig-heissen stunde marsch auf einem wenig begangenen pfad, durch hunderte über den weg gespannte spinnfäden, erreichten wir die nächste bucht. dort fanden wir zu unserm ungemach eine infotafel vor, die erklärte, dass die gesamte wanderung etwa 4-5h dauern würde, und dafür waren wir etwas zu spät dran. damit das ganze noch etwas abenteuerlicher wurde, wollte ich nicht den selben weg wieder zurückgehn, sondern ohne genaue karte einfach der strasse ins landesinnere folgen - irgendwo müsste doch da die strasse sein, auf der der bus, den wir ursprünglich am ende der wanderung nehmen wollten, durchfährt! irgendwie sah dieses tal aber sehr abgelegen aus, hm. nachdem ich einige einheimische nach dem weg zur nächsten busstation fragte (30min, einfach geradeaus der strasse lang), schöpften wir aber optimismus. entgegen meiner vorstellung kamen wir dann aber früh wieder in besiedeltes gebiet, die ausläufer der stadt miyako, wo wir dann auch bald getränkeautomaten und busstationen fanden.
anja und tobi mussten am nächsten tag schon wieder zurück nach tokyo. ich entschied mich, nach nagano zu fahren, wir verabschiedeten uns deshalb auch im shinkansen von morioka nach tokyo, da ich eine station früher ausstieg. ich hatten noch vier tage freie fahrt auf japans bahnnetz mit meinem japan railpass, deshalb machte ich noch so n schlenzer rund um tokyo.
nagano ist ein recht überschauliches, nettes städchen, wie matsumoto, die lokalen sehenswürdigkeiten hat man auch bald gesehn (ein tempel, museen, altes olympiazeug). es würde sich aber glaub gut zum wandern eignen. ich kam am frühen nachmittag an und blieb nur eine nacht. nach der obligaten tempelbesichtigung fand ich noch einen netten, grosszügigen onsen.
nach nagano machte ich noch einen abstecher nach kanazawa, wo ich ja vor 7 jahren 2 monate lang in der japanisch-sprachschule war. kanazawa hat sich nicht gross verändert, ein paar neue häuser hier und dort, aber sonst ist das stadtbild immer noch sehr ähnlich. der neue bahnhof und ein (cooles!) neues museum (of contemporary art) sind die augenscheinlichsten veränderungen. aber kanazawa ist um einiges touristischer geworden, hei! es wimmelte, für historisch-kanazawanische verhältnisse, wahrlich von touristen; früher sah man pro tag vielleicht einen westler, heute sind es unzählbar viele. abernaja, ich versteh auch wieso! kanazawa ist eigentlich ein recht nettes käffchen, in dem man gut 2-3 nächte verbringen kann.
in kanazawa (notgedrungen) wiederum nur eine nacht, dann gings runter nach kyoto, wo ich megu wieder traf, welche ich vor zwei jahren in korea getroffen habe. nachdem ich mein hotel bezogen hatte, fuhr ich noch nach fushimi-inari im süden kyotos, wo ich, obschon bereits das vierte mal in kyoto, noch nie war. die nette dame an der touri-info hatte uns eigentlich bei unserem ersten abstecher nach kyoto darauf aufmerksam gemacht, was wir da aber in den wind schlugen - zu unrecht! wie sich rausstellte.. denn in den hügeln um den sich dort befindlichenden inari-schrein gibt es kilometerlange, mit tausenden von orangen toriis (hölzerne shinto tore) gesäumte wege. kann ich jedem kyoto besucher wärmstens empfehlen. abends traf ich megu, wir gingen in eine izakaya, wo wir uns mit yakitori (grillspiesschen) vollschlugen und uns durch die japanische alkoholwelt tranken (es gibt noch weitaus mehr als bier und sake!).
danach musste ich wieder zurück nach tokyo, weil mein railpass am 5. auslief. wie schon erwähnt gurke ich seither etwas in der stadt rum, wechselte auch 1x das hotel, sah mir weniger interessante dinge an (wie z.B. der yasukuni-schrein oder die börse). oh! doch, etwas noch.. ich sah irgendwo n plakat vonwegen feuerwerken am letzten samstag (7.8.), und fragte auch an der turiinfo mal danach; die waren aber nicht so kompetent, sie wusste auch nicht recht, wie man da am besten hinkommt. ich fuhr deswegen +/- auf gut glück in dieses edogawa (vorstadtteil) raus, meinte aber, das feuerwerk sei an nem andern fluss (feuerwerke sind immer an irgendnem wasserding in japan), weil ich zwei bahnstationen verwechselte (shin-kouiwa und kouiwa, website war nur auf japanisch). egal, ich kam etwa eine halbe stunde zu spät, aber das feuerwerk dauerte anderthalb stunden und, heia, es wurde nicht gegekleckert!! laut, gross, hell, bunt! war wirklich beeindruckend. weniger beeindruckend war, dass der öv mies organisiert war und man etwa 45 minuten vor dem metro-eingang rumwursteln musste, bis man's zum bahnsteig geschafft hatte. abernaja, eigentlich überraschte mich das überhaupt nicht. japan halt.
morgen früh, nach haneda airport, und nach shanghai! :D
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