meine ankunft in hong kong war ganz gut; da ich ja meinen geburtstag im hostel verbracht habe, dacht ich mir, ich gönn mir mal ne nacht in nem ordentlichen hotel in hong kong - die wahl fiel dann aufs "W", was ganz cool war. die abwicklung am flughafen und der transit zum hotel ging superschnell. dazu sind die strassen in hk weitgehend sauber, die leute allgemein freundlicher, und mit englisch kommt man fast überall gut durch.
so weit so gut, nach einer luxeriösen nacht und einem morgendlichen schwumm im dachpool wollte ich am nächsten tag mein hostel/guesthouse beziehn. wie sich herausstellte, hätte ich die tipps von fabian (der hk gut kennt) etwas genauer lesen und mir zu herzen nehmen sollen. meine geplante/reservierte absteige war tatsächlich in chungking mansions, vor der er mich eigentlich irgendwann mal gewarnt hatte. bei diesen 'mansions' handelt es sich um einen riesigen wohnblock aus den 60er jahren, der unglaublich heruntergekommen und offenbar auch das zentrum vieler (halb?) illegaler machenschaften hongkongs ist - und gleichzeitig aber auch eine art kultstatus erlangt hat. man sagt, die billigsten guesthouses in hk, würd ich aber bezweifeln. nundenn, das umfeld dort ist nicht sonderlich angenehm, es gibt nur zwei lifte für einige tausend bewohner, und auch nur zwei treppenhäuser - so, dass man sich schon etwas sorgen um allfällige feuer macht. dazu war mein zimmer auch nur etwa 9qm gross, inkl. badezimmer; ein kleiner raum mit klo, wobei es an der wand dann einfach noch dusch-armaturen hat. in andern worten müsste man wirklich auf die toilette stehn, um zu duschen. der ganze raum (nicht nur das klo) war bis auf die decke komplett gekachelt, was zwar sauber, aber nicht speziell gemütlich war. dazu ein kleines fenster mit blick in einen senkrechten lüftungsschacht voll mit lärmenden klimaanlagen (d.h. quasi innenhof, grauenhaft dreckig auch), die lauteste darunter war aber diejenige in meinem zimmer.
ich machte mich dann auch geradwegs auf die suche nach nem andern hostel, fand dann auch rasch eins (yesinn) dank den vielen orten in hk mit gratis wifi; dort gabs dann saubere, einladende, relativ ruhige dormrooms zu acht betten. billiger war's auch noch und ich konnte ein paar leute kennenlernen. allerdings war das durchzogen, weil die meisten eher nur kurz bleibende, reisemüde backpacker waren oder sonst gestalten, die (unerklärlicherweise) wochenlang in hk rumhängen, ohne irgendwas konkretes zu machen (da kann ich mir angenehmere und vor allem billigere orte vorstellen). oder koreanergrüppchen.
im übrigen gibts in hong kong so gut wie keine einfamilienhäuser - praktisch nur wohnblocks, das hostel war auch wieder in so einem, aber einem saubereren und neueren, im 15. stock. das ist irgendwie erstaunlich, denn das gesamte gebiet hongkongs ist nicht wirklich grossflächig besiedelt, dafür ist die menschendichte in den bebauten gebieten massiv. das macht's wiederum einfach, aus der stadt rauszukommen - was sehr reizvoll und notwendig ist, denn hong kong selbst hat in meinen augen nicht so viel zu bieten:
es gibt ne skyline, nagut, aber im vergleich zu shanghai wird hier nichtso mit neon geklotzt, was etwas enttäuschend ist. durch die berge wirkt alles irgendwie auch ein bisschen kleiner und beschaulicher - obwohl es in hong kong wesentlich mehr hohe gebäude gibt als in shanghai. wie dem auch sei, so ne skyline ist etwa 24 minuten interessant.
um dies auszuweiten gibts jeweils abens um acht eine viertelstündige 'symphony of lights' wo die neonbeleuchtungen einiger spärlicher gebäude zu grässlicher musik koordiniert animiert wird. dazu gibts noch grüne laser auf einigen gebäuden. alles in allem eher enttäuschend. das war's dann auch schon bald mit einzigartigen attraktionen in hongkong, es gibt einige museen, die tönten aber nicht so interessant. history museum, museum of science & technology, classic chinese art, undso. als nächstes werden im führer zahlreiche märkte empfohlen, was wohl aber nur für touristen interessant ist, welche zum ersten mal asiatischen boden betreten (getrocknetes zeug, fischmarkt, nippes-street).
ich musste also die b-tipps im führer zu rate ziehen, das heisst, raus aus der stadt! das ist aber aus den bereits erwähnten gründen sehr einfach, zuerst fuhr ich in den süden von hong kong island. das dauert gerade mal zwanzig minuten per bus und man steht an nem hübschen strand, fernab des trubels der stadt. etwas weiter unten liegt das hafenkäffchen stanley, sehr hübsch. man fühlt sich plötzlich wie auf einer insel im mittelmeer - kleine, enge strässchen, niedrige gebäude, n markt wie in der türkei, gemütlich. tags darauf fuhr ich nach lantau, die insel, auf der der flughafen liegt (bzw. auf einer daran liegenden aufgeschütteten halbinsel). dort kann man mit einer gondelbahn in ein tourikaff hochfahren, wo's einen 'giant buddha' gibt. das ist alles auch ganz nett, aber die natur ist eigentlich das schönste daran. ich bin dann kurzerhand auch noch auf den lantau peak geklettert (gute wanderwege, ca. 2h rauf und runter vom buddha aus), mit doch 934m der höchste berg der insel. das ist sehr schön und empfehlenswert, wenn auch unglaublich schwitzig!
an meinem letzten tag fuhr ich noch nach macao (was ich ursprünglich nicht vor hatte). das war lustig, ich war jedoch überrascht, wie kompliziert das ganze war - denn man spricht immer von hk&macao, aber ich musste doch 4x an irgendnem immigration booth anstehn und meinen pass stempeln lassen. macau ist interessant, man kann es wohl als mischung aus portugal, china und las vegas bezeichnen. (die halbinsel war früher mal portugiesische kolonie, heute ist sie auch special-administrative-region wie hk, dazu ist glücksspiel legal.) .. macao bietet eine hübsche portugiesische altstadt und gleicht hong kong gar nicht (bis auf die chinesen). die zusammenfassung der beiden freistaaten kommt wohl daher, weil beide faktisch dieselbe währung verwenden (fixer 1:1 umrechnungskurs). mein aufenthalt war recht kurz, nur einige stunden, weshalb ich nicht so viel vom casinoleben oder der küche mitbekam. aber einen abstecher wert ists allemal. lustig auch das schon fast babylonische sprachengewirr (kantonesisch, mandarin, portugiesisch, englisch für turis).
tyo, das wars dann auch!
mittlerweile bin ich in bangkok angekommen (ja, khao san road). ganz gemütlich hier, auch wenn die leute auf der strasse in den touri-areas wehement aufdringlicher sind und man das gefühl hat, allerorts übern tisch gezogen werden zu können. zu meinem grossen ärger hab ich heute morgen am bankomat meine postcard vergessen, d.h. das geld kommt hier halt vor der karte raus. aber es lässt sich wohl irgendwie wieder einfädeln, verhungern muss ich im moment noch nicht. (...)
Dienstag, 24. August 2010
Donnerstag, 19. August 2010
shanghai (verzögert)
in der zwischenzeit war ich 5 tage in shanghai, kann aber erst jetzt, in hong kong, darüber schreiben, weil in mainland china alle westlichen sozialen medien, darunter auch diese blog-seite, zugänglich sind.
shanghai ist ne sehr verrückte stadt, besonders im august, wo's gegen 40 grad heiss ist, superfeucht, dreckig. tokyo und new york waren angenehm dagegen! mein hostel befand sich nicht im zentrum, etwas weiter draussen, wo die strassen auch schön dreckig und staubig sind, wie man's sich vorstellt. irgendwer hat mir gesagt, shanghai sei nicht china, dem würd ich aber (unter vorbehalten) widersprechen. besonders wenn expo ist und drum halb china nach shanghai pilgert!
im allgemeinen war ich zu beginn schon etwas schockiert, dazu haben die chinesen null anstand und umgangsformen. freundlichkeit gegenüber unbekannten/kunden ist ein fremdwort. abernaja, man gewöhnt sich dran, auch wenn's halt zu wünschen übrig lässt. sonst, verrückt, weil so kontrastreich von gepützelt zu müllhalde, und weil in der nacht fast alle häuser mit kitschneonlichtern beleuchtet ist. und ähnlich wie tokyo ist die stadt unglaublich gross, endlose haufen von sozialistisch anmutenden apartment-klötzen (siehe bild mit modell der stadt).
am ersten tag fuhr ich gleich zum sogenannten 'bund', der einzigen wirklichen attraktion der stadt. dabei handelt es sich um eine flusspromenade mit blick auf die skyline der andern seite - pudong, was alles in den letzten 20 jahren hingeklotzt wurde. ich wurde dort auch gleich ein paar mal von chinesischen touristen angesprochen, welche ein foto mit mir wollten, ganz lustig. auf der fähre rüber nach pudong traf ich dann einen chinesen, der offenbar auch alleine unterwegs war, mit dem ich dann auf das höchste gebäude in shanghai, das world financial center (flaschenöffner) hoch fuhr. das war zwar ne etwas verzwickte situation, weil der spass 150 yuan kostete (so 25.-) .. und.. er dafür offenbar etwa einen tag arbeiten musste - er wollte aber àtoutprix kein geld von mir annehmen. wir gingen dann noch durch die altstadt und assen irgendwo chinesisch, obwohl er sich als tourist in shanghai auch nicht so wirklich auszukennen schien. aber war ganz lustig.
tags darauf besuchte ich die expo, die war recht grässlich. es war heiss und hatte grauenhaft viele leute. chinesen, zu 98%, ich glaube sie sehen darin eine möglichkeit, gewissermassen ein stückchen der welt zu sehn. man konnte auch so ne art expo-pässe kaufen, in die man bei jedem pavillion n stempel reinmachen kann. die bauten sind meineserachtens nicht besonders beeindruckend, und um reinzukommen musste man ewig in der schlange stehn, so zwischen 45min und zwei stunden. insofern recht mässig. highlight für mich war aber eigentlich der iranische und der nordkoreanische pavillion, war interessant, wie sich die 'schurkenstaaten' so präsentieren. die restlichen tage war ich ein paar mal mit leuten aus dem hostel unterwegs durch die strassen shanghais.. es gibt schon dies und das zu sehn, nichtsdestotrotz, und mit der zeit vereinnahmt einen die stadt, wenn man sich an alles gewöhnt hat. am ende wär ich eigentlich noch gern etwas länger geblieben. erstaunlich aber dieser kulturshock nach japan. umgekehrt jetzt wiederum dasselbe: bin jetzt in hong kong angekommen, und hier ist das meiste unglaublich gepützelt, geordnet, guterzogen. am anfang war ich überwältigt. aber dazu später mehr..
shanghai ist ne sehr verrückte stadt, besonders im august, wo's gegen 40 grad heiss ist, superfeucht, dreckig. tokyo und new york waren angenehm dagegen! mein hostel befand sich nicht im zentrum, etwas weiter draussen, wo die strassen auch schön dreckig und staubig sind, wie man's sich vorstellt. irgendwer hat mir gesagt, shanghai sei nicht china, dem würd ich aber (unter vorbehalten) widersprechen. besonders wenn expo ist und drum halb china nach shanghai pilgert!
im allgemeinen war ich zu beginn schon etwas schockiert, dazu haben die chinesen null anstand und umgangsformen. freundlichkeit gegenüber unbekannten/kunden ist ein fremdwort. abernaja, man gewöhnt sich dran, auch wenn's halt zu wünschen übrig lässt. sonst, verrückt, weil so kontrastreich von gepützelt zu müllhalde, und weil in der nacht fast alle häuser mit kitschneonlichtern beleuchtet ist. und ähnlich wie tokyo ist die stadt unglaublich gross, endlose haufen von sozialistisch anmutenden apartment-klötzen (siehe bild mit modell der stadt).
am ersten tag fuhr ich gleich zum sogenannten 'bund', der einzigen wirklichen attraktion der stadt. dabei handelt es sich um eine flusspromenade mit blick auf die skyline der andern seite - pudong, was alles in den letzten 20 jahren hingeklotzt wurde. ich wurde dort auch gleich ein paar mal von chinesischen touristen angesprochen, welche ein foto mit mir wollten, ganz lustig. auf der fähre rüber nach pudong traf ich dann einen chinesen, der offenbar auch alleine unterwegs war, mit dem ich dann auf das höchste gebäude in shanghai, das world financial center (flaschenöffner) hoch fuhr. das war zwar ne etwas verzwickte situation, weil der spass 150 yuan kostete (so 25.-) .. und.. er dafür offenbar etwa einen tag arbeiten musste - er wollte aber àtoutprix kein geld von mir annehmen. wir gingen dann noch durch die altstadt und assen irgendwo chinesisch, obwohl er sich als tourist in shanghai auch nicht so wirklich auszukennen schien. aber war ganz lustig.
tags darauf besuchte ich die expo, die war recht grässlich. es war heiss und hatte grauenhaft viele leute. chinesen, zu 98%, ich glaube sie sehen darin eine möglichkeit, gewissermassen ein stückchen der welt zu sehn. man konnte auch so ne art expo-pässe kaufen, in die man bei jedem pavillion n stempel reinmachen kann. die bauten sind meineserachtens nicht besonders beeindruckend, und um reinzukommen musste man ewig in der schlange stehn, so zwischen 45min und zwei stunden. insofern recht mässig. highlight für mich war aber eigentlich der iranische und der nordkoreanische pavillion, war interessant, wie sich die 'schurkenstaaten' so präsentieren. die restlichen tage war ich ein paar mal mit leuten aus dem hostel unterwegs durch die strassen shanghais.. es gibt schon dies und das zu sehn, nichtsdestotrotz, und mit der zeit vereinnahmt einen die stadt, wenn man sich an alles gewöhnt hat. am ende wär ich eigentlich noch gern etwas länger geblieben. erstaunlich aber dieser kulturshock nach japan. umgekehrt jetzt wiederum dasselbe: bin jetzt in hong kong angekommen, und hier ist das meiste unglaublich gepützelt, geordnet, guterzogen. am anfang war ich überwältigt. aber dazu später mehr..
Mittwoch, 11. August 2010
Nachspielzeit in Tokyo
gestern morgen, 8.20 haneda airport, am check-in: ah, für shanghai brauch ich vorab ein visum? äh, mist! wieso hab ich das nicht früher abgeklärt?
eigentlich doch klar, dass die chinesen da schwierig tun.
örkh, naja, halt gleich darauf auf die botschaft gerasselt um das visum zu beantragen, erhalten konnte ich das aber erst heute früh - die botschaft öffnet aber erst um 9 uhr morgens, und von haneda nach shanghai gibts täglich nur EIN star alliance flug, und zwar um 10.25. das hiess, ich musste meine nächsten reisepläne alle um zwei tage nach hinten verschieben. dafür musste ich einiges rumskypen (btw, hei, skype ist unglaublich praktisch für sowas!), das klappte aber relativ gut und war nach etwa drei stunden erledigt. und eigentlich, nachdem der anfängliche ärger überwunden war, fand ichs jetzt im nachhinein gar nicht so tragisch, noch etwas länger in tokyo geblieben zu sein!
denn irgendwie hab ich jetzt den flickenteppich an orten in tokyo ziemlich gut zusammengebastelt, d.h. ich bin nun an vielen orten gewesen, hab insgesamt schon in sechs verschiedenen hotels/umgebungen übernachtet. langsam hab ich n gutes gefühl für tokyo, was die distanzen betrifft - der kern des yamanote-rings ist sozusagen langsam kartiert. - denn in tokyo ist's irgendwie mühsam, weil man irgendwo aussteigt, irgendwo durchgeht, und dann wieder in den zug oder die metro einsteigt, wenn nicht sogar bei derselben haltestelle. dadurch macht man quasi erfahrungs-inseln, die aber lose im räumlichen gedächtnis treiben. und jetzt, in der metapher; der meeresspiegel sinkt langsam und es hängt alles zusammen. ich kam in den letzten tagen einige male an orten vorbei, wo ich realisierte; oh! das ist ja hier!
ausserdem konnte ich jetzt mal zwei tage getrost mit nichts (schlaues) tun verbringen, das war ganz entspannend und vielleicht auch ganz gut, bevors dann in china wieder drunter und drüber geht.
aberyu, sonstso ein paar lose themen:
- roppongi ist n komisches quartier. zum einen ist da roppongi hills, ein superschickes wohnquartier mit hyatt und einkaufszentrum - ich war da vor sieben jahren schon mal, und hei, das hat sich unglaublich verändert, jetzt ists unglaublich belebt und dicht zugebaut, damals war's irgendwie hingeklotzte kunststadt. daneben gibts mehrbessere, hübsche wohnquartiere. und, eben, andererseits so ne art ausgangsmeile mit bars, clubs etc. - jetzt kommts: gestern abend dachte ich, ich geh mir die sache mal anschaun, und trink vielleicht noch was, wenn sich ne einladende bar fände. den plan warf ich dann aber über bord, weil an diesen roppongi-strassen etwa alle vier meter n schwarzer steht, der einem anquatscht und in ein gewisses etablissement, in korea nannten wir das sexy-lady-bar, schleiken will. dabei gibts quasi ne hostess gratis zum überteuerten getränk, die einen unterhält und toll findet (sofern man sich unterhalten kann). unter umständen kann man die wohl nachher auch mitnehmen. gut, das ist ja nichts neues, aber; diese schwarzen in roppongi, die sind echt aufdringlich und hartnäckig. man muss schon mal unfreundlich werden ("please, leave me alone") um die loszuwerden. einfach weiterlatschen geht nicht, die verfolgen einen noch 100m weit. nunja. war nicht so toll, demnach. irgendwie gab's sehr viele westliche models (oder dünne, grosse prostituierte?) in den strassen. komisches örtchen. tipp: als mann nicht alleine hingehn.
- zwischen roppongi und shinjuku gibts, einen, waitforit, LÄDERACH?!! .. und, holymoly, die sind ja auf expansionskurs! (selbst nachsehn) crazy sache, aus ennenda!
(ah, zur erklärung für alle andern: mein onkel wohnt eben dort, ist ein kleines dorf auf der andern seite der linth bei glarus)
- nette, preiswerte, coole, buisness-hotel-kette in japan: mystays( englische reservationsseite ) .. also, ein wenig wie toyoko-inn, selbes preissegment, nur war hier ein innenarchitekt am werk! :D .. ist wirklich n angenehmes raumgefühl, und das badezimmer ist geplättelt, nicht so ein ab-der-stange-flugzeug-plastikding, wie sonst üblich. ausserdem, zumindest hier in hamamatsucho ist das zimmer einiges geräumiger als der sonst übliche standard. (das ding ist überigens auch brandneu, in 7 jahren ists dann, je nach dem, auch nicht mehr so toll). aberju, irgendwie ist alles einfach einen tick besser, hübscher, durchdachter als bei der konkurrenz.
ich übernachte hier überigens, weil ich von hier in 20 minuten ohne umsteigen auf dem flughafen bin.
- uniqlo ist die coolste ladenkette auf der welt. (das so ne art japanischer H&M, vorzüglich aber männermode) die solln mal was in zürich eröffnen!
- noch n tipp für tokyo: war vorgestern abend noch auf nen drink im 38sten stock des mandarin oriental tokyo. grandiose sicht auf die stadt, gute, sauteure cocktails (2100 yen), angenehme atmosphäre (live jazz), unterwürfigste bedienung.. ah, und nicht zuletzt etwas lost-in-translation feeling. ;) (insofern: park hyatt in shinjuku wär der originalschauplatz, und ne alternative .. nebst andern. das mandarin war einfach grad um die ecke für mich)
- hab mir active noise cancellation in-ear headphones gekauft. eigentlich für den flug, sind aber auch in der lärmigen grosstadt gold wert! denn irgendwie hat's immer in der nähe irgendwo eine lärmige strasse, die dumpf vor sich hingrollt. das belastet mit der zeit, es ist unglaublich, wie entspannend's dann ist, mal ruhe zu haben. moll, gueti sach.
eigentlich doch klar, dass die chinesen da schwierig tun.
örkh, naja, halt gleich darauf auf die botschaft gerasselt um das visum zu beantragen, erhalten konnte ich das aber erst heute früh - die botschaft öffnet aber erst um 9 uhr morgens, und von haneda nach shanghai gibts täglich nur EIN star alliance flug, und zwar um 10.25. das hiess, ich musste meine nächsten reisepläne alle um zwei tage nach hinten verschieben. dafür musste ich einiges rumskypen (btw, hei, skype ist unglaublich praktisch für sowas!), das klappte aber relativ gut und war nach etwa drei stunden erledigt. und eigentlich, nachdem der anfängliche ärger überwunden war, fand ichs jetzt im nachhinein gar nicht so tragisch, noch etwas länger in tokyo geblieben zu sein!
denn irgendwie hab ich jetzt den flickenteppich an orten in tokyo ziemlich gut zusammengebastelt, d.h. ich bin nun an vielen orten gewesen, hab insgesamt schon in sechs verschiedenen hotels/umgebungen übernachtet. langsam hab ich n gutes gefühl für tokyo, was die distanzen betrifft - der kern des yamanote-rings ist sozusagen langsam kartiert. - denn in tokyo ist's irgendwie mühsam, weil man irgendwo aussteigt, irgendwo durchgeht, und dann wieder in den zug oder die metro einsteigt, wenn nicht sogar bei derselben haltestelle. dadurch macht man quasi erfahrungs-inseln, die aber lose im räumlichen gedächtnis treiben. und jetzt, in der metapher; der meeresspiegel sinkt langsam und es hängt alles zusammen. ich kam in den letzten tagen einige male an orten vorbei, wo ich realisierte; oh! das ist ja hier!
ausserdem konnte ich jetzt mal zwei tage getrost mit nichts (schlaues) tun verbringen, das war ganz entspannend und vielleicht auch ganz gut, bevors dann in china wieder drunter und drüber geht.
aberyu, sonstso ein paar lose themen:
- roppongi ist n komisches quartier. zum einen ist da roppongi hills, ein superschickes wohnquartier mit hyatt und einkaufszentrum - ich war da vor sieben jahren schon mal, und hei, das hat sich unglaublich verändert, jetzt ists unglaublich belebt und dicht zugebaut, damals war's irgendwie hingeklotzte kunststadt. daneben gibts mehrbessere, hübsche wohnquartiere. und, eben, andererseits so ne art ausgangsmeile mit bars, clubs etc. - jetzt kommts: gestern abend dachte ich, ich geh mir die sache mal anschaun, und trink vielleicht noch was, wenn sich ne einladende bar fände. den plan warf ich dann aber über bord, weil an diesen roppongi-strassen etwa alle vier meter n schwarzer steht, der einem anquatscht und in ein gewisses etablissement, in korea nannten wir das sexy-lady-bar, schleiken will. dabei gibts quasi ne hostess gratis zum überteuerten getränk, die einen unterhält und toll findet (sofern man sich unterhalten kann). unter umständen kann man die wohl nachher auch mitnehmen. gut, das ist ja nichts neues, aber; diese schwarzen in roppongi, die sind echt aufdringlich und hartnäckig. man muss schon mal unfreundlich werden ("please, leave me alone") um die loszuwerden. einfach weiterlatschen geht nicht, die verfolgen einen noch 100m weit. nunja. war nicht so toll, demnach. irgendwie gab's sehr viele westliche models (oder dünne, grosse prostituierte?) in den strassen. komisches örtchen. tipp: als mann nicht alleine hingehn.
- zwischen roppongi und shinjuku gibts, einen, waitforit, LÄDERACH?!! .. und, holymoly, die sind ja auf expansionskurs! (selbst nachsehn) crazy sache, aus ennenda!
(ah, zur erklärung für alle andern: mein onkel wohnt eben dort, ist ein kleines dorf auf der andern seite der linth bei glarus)
- nette, preiswerte, coole, buisness-hotel-kette in japan: mystays( englische reservationsseite ) .. also, ein wenig wie toyoko-inn, selbes preissegment, nur war hier ein innenarchitekt am werk! :D .. ist wirklich n angenehmes raumgefühl, und das badezimmer ist geplättelt, nicht so ein ab-der-stange-flugzeug-plastikding, wie sonst üblich. ausserdem, zumindest hier in hamamatsucho ist das zimmer einiges geräumiger als der sonst übliche standard. (das ding ist überigens auch brandneu, in 7 jahren ists dann, je nach dem, auch nicht mehr so toll). aberju, irgendwie ist alles einfach einen tick besser, hübscher, durchdachter als bei der konkurrenz.
ich übernachte hier überigens, weil ich von hier in 20 minuten ohne umsteigen auf dem flughafen bin.
- uniqlo ist die coolste ladenkette auf der welt. (das so ne art japanischer H&M, vorzüglich aber männermode) die solln mal was in zürich eröffnen!
- noch n tipp für tokyo: war vorgestern abend noch auf nen drink im 38sten stock des mandarin oriental tokyo. grandiose sicht auf die stadt, gute, sauteure cocktails (2100 yen), angenehme atmosphäre (live jazz), unterwürfigste bedienung.. ah, und nicht zuletzt etwas lost-in-translation feeling. ;) (insofern: park hyatt in shinjuku wär der originalschauplatz, und ne alternative .. nebst andern. das mandarin war einfach grad um die ecke für mich)
- hab mir active noise cancellation in-ear headphones gekauft. eigentlich für den flug, sind aber auch in der lärmigen grosstadt gold wert! denn irgendwie hat's immer in der nähe irgendwo eine lärmige strasse, die dumpf vor sich hingrollt. das belastet mit der zeit, es ist unglaublich, wie entspannend's dann ist, mal ruhe zu haben. moll, gueti sach.
Montag, 9. August 2010
Japan Wrap-Up
sodele.. ist mein letzter abend in japan, mal noch den rest updaten, bevor's morgen nach Shanghai geht! ich übernachte grad in nem business hotel, das ist zwar sehr komfortabel, aber man ist auch etwas allein, zumal's für mich in tokyo irgendwie auch nicht mehr allzuviel zu entdecken gibt. nunja, können wir uns mal entspannen.
wo waren wir..; in hachinohe fanden wir über die tourist info ein nettes minshuku (japanisches b&b, ryokan-stil), direkt am meer! dort gabs dort nebst freundlicher gastgeber und interessantem seafood sogar wlan. am nächsten tag fuhren wir weiter nach süden, der küste nach, wo wir schliesslich auf eine privatbahn umsteigen mussten. davon versprachen wir uns eigentlich ein paar schöne Ausblicke auf die steilküste an der route - der zug fuhr aber eher durchs hinterland, dazu noch durch viele tunnels, was etwas enttäuschend war. an unserem tagesziel miyako angekommen, suchten wir wiederum die tourist info auf und liessen uns ein hotel empfehlen. da es Wochenende war, mussten wir uns aber mit einem westler-style hotel begnügen, das war aber nach 2 wochen futon auch ganz okay. am selben abend war in miyako wieder ein natsu matsuri, diesmal mit vielen taiko-darbietungen. wie zuvor in kiso-fukushima konnte man wieder durch die strassen schlendern, und sich hier und dort mit essen und bier (oder hornkäfer) eindecken.
tags darauf fuhren wir zum 'berühmten' strand jodogahama in der nähe, der dann aber ziemlich klein und voll war. nichtsdestotrotz entspannten wir auf dem eher unbequemen steinstrand einige stunden und nahmen ein bad im pazifik, was ganz schön war. danach brachen wir noch zu einer wanderung entlang der steilküste auf, die laut guidebook 2h dauern sollte - nach einer sehr schwitzig-heissen stunde marsch auf einem wenig begangenen pfad, durch hunderte über den weg gespannte spinnfäden, erreichten wir die nächste bucht. dort fanden wir zu unserm ungemach eine infotafel vor, die erklärte, dass die gesamte wanderung etwa 4-5h dauern würde, und dafür waren wir etwas zu spät dran. damit das ganze noch etwas abenteuerlicher wurde, wollte ich nicht den selben weg wieder zurückgehn, sondern ohne genaue karte einfach der strasse ins landesinnere folgen - irgendwo müsste doch da die strasse sein, auf der der bus, den wir ursprünglich am ende der wanderung nehmen wollten, durchfährt! irgendwie sah dieses tal aber sehr abgelegen aus, hm. nachdem ich einige einheimische nach dem weg zur nächsten busstation fragte (30min, einfach geradeaus der strasse lang), schöpften wir aber optimismus. entgegen meiner vorstellung kamen wir dann aber früh wieder in besiedeltes gebiet, die ausläufer der stadt miyako, wo wir dann auch bald getränkeautomaten und busstationen fanden.
anja und tobi mussten am nächsten tag schon wieder zurück nach tokyo. ich entschied mich, nach nagano zu fahren, wir verabschiedeten uns deshalb auch im shinkansen von morioka nach tokyo, da ich eine station früher ausstieg. ich hatten noch vier tage freie fahrt auf japans bahnnetz mit meinem japan railpass, deshalb machte ich noch so n schlenzer rund um tokyo.
nagano ist ein recht überschauliches, nettes städchen, wie matsumoto, die lokalen sehenswürdigkeiten hat man auch bald gesehn (ein tempel, museen, altes olympiazeug). es würde sich aber glaub gut zum wandern eignen. ich kam am frühen nachmittag an und blieb nur eine nacht. nach der obligaten tempelbesichtigung fand ich noch einen netten, grosszügigen onsen.
nach nagano machte ich noch einen abstecher nach kanazawa, wo ich ja vor 7 jahren 2 monate lang in der japanisch-sprachschule war. kanazawa hat sich nicht gross verändert, ein paar neue häuser hier und dort, aber sonst ist das stadtbild immer noch sehr ähnlich. der neue bahnhof und ein (cooles!) neues museum (of contemporary art) sind die augenscheinlichsten veränderungen. aber kanazawa ist um einiges touristischer geworden, hei! es wimmelte, für historisch-kanazawanische verhältnisse, wahrlich von touristen; früher sah man pro tag vielleicht einen westler, heute sind es unzählbar viele. abernaja, ich versteh auch wieso! kanazawa ist eigentlich ein recht nettes käffchen, in dem man gut 2-3 nächte verbringen kann.
in kanazawa (notgedrungen) wiederum nur eine nacht, dann gings runter nach kyoto, wo ich megu wieder traf, welche ich vor zwei jahren in korea getroffen habe. nachdem ich mein hotel bezogen hatte, fuhr ich noch nach fushimi-inari im süden kyotos, wo ich, obschon bereits das vierte mal in kyoto, noch nie war. die nette dame an der touri-info hatte uns eigentlich bei unserem ersten abstecher nach kyoto darauf aufmerksam gemacht, was wir da aber in den wind schlugen - zu unrecht! wie sich rausstellte.. denn in den hügeln um den sich dort befindlichenden inari-schrein gibt es kilometerlange, mit tausenden von orangen toriis (hölzerne shinto tore) gesäumte wege. kann ich jedem kyoto besucher wärmstens empfehlen. abends traf ich megu, wir gingen in eine izakaya, wo wir uns mit yakitori (grillspiesschen) vollschlugen und uns durch die japanische alkoholwelt tranken (es gibt noch weitaus mehr als bier und sake!).
danach musste ich wieder zurück nach tokyo, weil mein railpass am 5. auslief. wie schon erwähnt gurke ich seither etwas in der stadt rum, wechselte auch 1x das hotel, sah mir weniger interessante dinge an (wie z.B. der yasukuni-schrein oder die börse). oh! doch, etwas noch.. ich sah irgendwo n plakat vonwegen feuerwerken am letzten samstag (7.8.), und fragte auch an der turiinfo mal danach; die waren aber nicht so kompetent, sie wusste auch nicht recht, wie man da am besten hinkommt. ich fuhr deswegen +/- auf gut glück in dieses edogawa (vorstadtteil) raus, meinte aber, das feuerwerk sei an nem andern fluss (feuerwerke sind immer an irgendnem wasserding in japan), weil ich zwei bahnstationen verwechselte (shin-kouiwa und kouiwa, website war nur auf japanisch). egal, ich kam etwa eine halbe stunde zu spät, aber das feuerwerk dauerte anderthalb stunden und, heia, es wurde nicht gegekleckert!! laut, gross, hell, bunt! war wirklich beeindruckend. weniger beeindruckend war, dass der öv mies organisiert war und man etwa 45 minuten vor dem metro-eingang rumwursteln musste, bis man's zum bahnsteig geschafft hatte. abernaja, eigentlich überraschte mich das überhaupt nicht. japan halt.
morgen früh, nach haneda airport, und nach shanghai! :D
wo waren wir..; in hachinohe fanden wir über die tourist info ein nettes minshuku (japanisches b&b, ryokan-stil), direkt am meer! dort gabs dort nebst freundlicher gastgeber und interessantem seafood sogar wlan. am nächsten tag fuhren wir weiter nach süden, der küste nach, wo wir schliesslich auf eine privatbahn umsteigen mussten. davon versprachen wir uns eigentlich ein paar schöne Ausblicke auf die steilküste an der route - der zug fuhr aber eher durchs hinterland, dazu noch durch viele tunnels, was etwas enttäuschend war. an unserem tagesziel miyako angekommen, suchten wir wiederum die tourist info auf und liessen uns ein hotel empfehlen. da es Wochenende war, mussten wir uns aber mit einem westler-style hotel begnügen, das war aber nach 2 wochen futon auch ganz okay. am selben abend war in miyako wieder ein natsu matsuri, diesmal mit vielen taiko-darbietungen. wie zuvor in kiso-fukushima konnte man wieder durch die strassen schlendern, und sich hier und dort mit essen und bier (oder hornkäfer) eindecken.
tags darauf fuhren wir zum 'berühmten' strand jodogahama in der nähe, der dann aber ziemlich klein und voll war. nichtsdestotrotz entspannten wir auf dem eher unbequemen steinstrand einige stunden und nahmen ein bad im pazifik, was ganz schön war. danach brachen wir noch zu einer wanderung entlang der steilküste auf, die laut guidebook 2h dauern sollte - nach einer sehr schwitzig-heissen stunde marsch auf einem wenig begangenen pfad, durch hunderte über den weg gespannte spinnfäden, erreichten wir die nächste bucht. dort fanden wir zu unserm ungemach eine infotafel vor, die erklärte, dass die gesamte wanderung etwa 4-5h dauern würde, und dafür waren wir etwas zu spät dran. damit das ganze noch etwas abenteuerlicher wurde, wollte ich nicht den selben weg wieder zurückgehn, sondern ohne genaue karte einfach der strasse ins landesinnere folgen - irgendwo müsste doch da die strasse sein, auf der der bus, den wir ursprünglich am ende der wanderung nehmen wollten, durchfährt! irgendwie sah dieses tal aber sehr abgelegen aus, hm. nachdem ich einige einheimische nach dem weg zur nächsten busstation fragte (30min, einfach geradeaus der strasse lang), schöpften wir aber optimismus. entgegen meiner vorstellung kamen wir dann aber früh wieder in besiedeltes gebiet, die ausläufer der stadt miyako, wo wir dann auch bald getränkeautomaten und busstationen fanden.
anja und tobi mussten am nächsten tag schon wieder zurück nach tokyo. ich entschied mich, nach nagano zu fahren, wir verabschiedeten uns deshalb auch im shinkansen von morioka nach tokyo, da ich eine station früher ausstieg. ich hatten noch vier tage freie fahrt auf japans bahnnetz mit meinem japan railpass, deshalb machte ich noch so n schlenzer rund um tokyo.
nagano ist ein recht überschauliches, nettes städchen, wie matsumoto, die lokalen sehenswürdigkeiten hat man auch bald gesehn (ein tempel, museen, altes olympiazeug). es würde sich aber glaub gut zum wandern eignen. ich kam am frühen nachmittag an und blieb nur eine nacht. nach der obligaten tempelbesichtigung fand ich noch einen netten, grosszügigen onsen.
nach nagano machte ich noch einen abstecher nach kanazawa, wo ich ja vor 7 jahren 2 monate lang in der japanisch-sprachschule war. kanazawa hat sich nicht gross verändert, ein paar neue häuser hier und dort, aber sonst ist das stadtbild immer noch sehr ähnlich. der neue bahnhof und ein (cooles!) neues museum (of contemporary art) sind die augenscheinlichsten veränderungen. aber kanazawa ist um einiges touristischer geworden, hei! es wimmelte, für historisch-kanazawanische verhältnisse, wahrlich von touristen; früher sah man pro tag vielleicht einen westler, heute sind es unzählbar viele. abernaja, ich versteh auch wieso! kanazawa ist eigentlich ein recht nettes käffchen, in dem man gut 2-3 nächte verbringen kann.
in kanazawa (notgedrungen) wiederum nur eine nacht, dann gings runter nach kyoto, wo ich megu wieder traf, welche ich vor zwei jahren in korea getroffen habe. nachdem ich mein hotel bezogen hatte, fuhr ich noch nach fushimi-inari im süden kyotos, wo ich, obschon bereits das vierte mal in kyoto, noch nie war. die nette dame an der touri-info hatte uns eigentlich bei unserem ersten abstecher nach kyoto darauf aufmerksam gemacht, was wir da aber in den wind schlugen - zu unrecht! wie sich rausstellte.. denn in den hügeln um den sich dort befindlichenden inari-schrein gibt es kilometerlange, mit tausenden von orangen toriis (hölzerne shinto tore) gesäumte wege. kann ich jedem kyoto besucher wärmstens empfehlen. abends traf ich megu, wir gingen in eine izakaya, wo wir uns mit yakitori (grillspiesschen) vollschlugen und uns durch die japanische alkoholwelt tranken (es gibt noch weitaus mehr als bier und sake!).
danach musste ich wieder zurück nach tokyo, weil mein railpass am 5. auslief. wie schon erwähnt gurke ich seither etwas in der stadt rum, wechselte auch 1x das hotel, sah mir weniger interessante dinge an (wie z.B. der yasukuni-schrein oder die börse). oh! doch, etwas noch.. ich sah irgendwo n plakat vonwegen feuerwerken am letzten samstag (7.8.), und fragte auch an der turiinfo mal danach; die waren aber nicht so kompetent, sie wusste auch nicht recht, wie man da am besten hinkommt. ich fuhr deswegen +/- auf gut glück in dieses edogawa (vorstadtteil) raus, meinte aber, das feuerwerk sei an nem andern fluss (feuerwerke sind immer an irgendnem wasserding in japan), weil ich zwei bahnstationen verwechselte (shin-kouiwa und kouiwa, website war nur auf japanisch). egal, ich kam etwa eine halbe stunde zu spät, aber das feuerwerk dauerte anderthalb stunden und, heia, es wurde nicht gegekleckert!! laut, gross, hell, bunt! war wirklich beeindruckend. weniger beeindruckend war, dass der öv mies organisiert war und man etwa 45 minuten vor dem metro-eingang rumwursteln musste, bis man's zum bahnsteig geschafft hatte. abernaja, eigentlich überraschte mich das überhaupt nicht. japan halt.
morgen früh, nach haneda airport, und nach shanghai! :D
Freitag, 6. August 2010
Japan-3
von unserer fuji-expedition ziemlich gerädert, gings tags darauf sehr zeitig (wie schon erwähnt) weiter nach matsumoto - dort anzukommen war nach dem lärmig-heissen tokyo und der "erfahrung" am fuji sehr entspannend und aufbauend. matsumoto hat den typischen, japanischen mittelgross-städte-charme (wenn man soetwas sagen kann). das strassenbild ist für japanische verhältnisse recht reizvoll, niedrigere häuser, aufgeräumt, sauber, das schöne wetter trug auch zu dem eindruck bei. und das hotel war billig und ausgezeichnet.
in matsumoto gibts die älteste burg japans zu besichtigen (das treffenderweise 'matsumotojou' heisst, burg matsumoto), das zwar nicht sonderlich imposant ist, aber für anja und tobi war's glaub ich ganz interessant. am abend fuhren wir nach kiso-fukushima, an ein dorffest (mikoshi matsuri) .. von dem wir zufällig im führer gelesen hatten. an diesen matsuris gibts im wesentlichen stände mit essen und plastikspielzeug, sowie solche der kategorie dosenwerfen. dazu gibts meistens irgend ein anlass, sei es ein feuerwerk, tanzdarbietungen oder typischerweise auch merkwürdig angezogene japaner, welche auf ihren schultern lautstark irgend ein ding durch die strassen schaukeln. ein mikoshi ist ein kleiner schrein auf einer holztrage, welcher im fall von kiso fukushima aus holz war und... im laufe des abends kaputt gemacht wird. dazu wird er von einigen dutzend merkwürdig gekleideten männern stundenlang durch die strassen 'gerollt' (siehe bildchen). das lustige ende, nämlich der zeitpunkt, wo das ding in tausend stücke zerbricht, haben wir leider verpasst, weil wir schon um halb 11 auf den letzten zug zurück nach matsumoto mussten - war aber trotzdem ganz lustig, besonders weil man als westler in diesen gefilden dann langsam was exotisches ist.
am nächsten tag gings nach kyoto, wo ich ja schonmal gewesen bin und was für mich deshalb nicht mehr so spannend war. aber auch anja und tobi schienen, vielleicht auch wegen den nachwehen der fujitour und der hitze, nicht allzu erpicht auf exzessive tempeltouren - abernaja! wir teilten uns dann auch zweimal auf, zumal ich auch etwas erkältet/kaputt war und mal einen nachmittag mit im ryokan rumliegen verbringen sollte. während anja und tobi den kinkakuji pavillon anschauen gingen, sah ich mir den ginkakuji an (jawohl, k und g) - wo ich feststellte, dass ich das ding vor 7 jahren schonmal gesehen hab.
nach ein paar tagen kyoto gings dann ruckzuck hoch in den norden, nach morioka, was eine wenig ansehnliche, aber zentral gelegene, grössere stadt ist. von dort aus war urprünglich geplant, den iwate-san zu besteigen, noch so n vulkan, was wir aber dann in den wind schrieben, weil die wanderung etwas zu lange gewesen wäre, die busverbindungen schlecht und das wetter nicht so gut. stattdessen machten wir eine tagestour in den südteil des towada-hachimantai nationalparks, wo man einen berg per bus recht weit hoch fahren kann. von dort aus wanderten wir einige stunden auf einer bergkette über mehrere gipfel (darunter nyuuto-san, eben jetzt der nippelberg, siehe crazy bild) bevor wir ins tal hinunterstiegen. am ende unserer wanderung gabs einen hübschen onsen, in dem wir unsere müden glieder erholen konnten.
am nächsten tag wollten wir den andern teil des nationalparks, weiter nördlich am towada see gelegen (nicht zu verwechseln mit dem tazawa see!) .. wozu wir nach aomori fuhren und von da per JR bus richtung hakkoda-san. wir übernachteten dort im berühmt-alt-ehrwürdigen sukayu-onsen, das war etwas teuer, aber eigentlich ganz nett - und, wie schon erwähnt, gabs da überraschenderweise in der lobby internet, in der pampa. dort gabs auch ein grosses gemischtes onsen-bad - aber japanisch gemischt! d.h. in der mitte der badepools gabs n schild, welches das bassin in frauen- und männer-seite teilt. auf der frauenseite gabs dazu jeweils geschickt angelegte sichtschutzwände von der umkleidekabine zu den pools, bis ins wasser - denn das wasser ist so trüb, dass man, einmal eingetaucht, perfekt verhüllt ist. aber eigentlich ne ganz lustige lösung, aber etwas viel aufwand, ich habe da drin keine einzige frau gsehn (von 8-9 ists nur für frauen zugänglich, dort kumulierts wohl). das war aber bestimmt auch besser so, denn die onsen-klientel bestand vorwiegend aus schrumpligen rentnern.
leider war das wetter im nationalpark dann richtig, richtig übel, es regnete stundenlang wie aus kübeln. deswegen gings am nächsten tag per bus weiter zum towada see: dort stiegen wir kurz aus, stellten fest, dass es immer noch unsäglich regnerisch war und dass man am see bei derartigem wetter nicht viel schlaues machen kann, stiegen wieder in den bus und fuhren weiter nach hachinohe.
(so, jetzt bin ich gleich in tokyo, nächster post - später!)
in matsumoto gibts die älteste burg japans zu besichtigen (das treffenderweise 'matsumotojou' heisst, burg matsumoto), das zwar nicht sonderlich imposant ist, aber für anja und tobi war's glaub ich ganz interessant. am abend fuhren wir nach kiso-fukushima, an ein dorffest (mikoshi matsuri) .. von dem wir zufällig im führer gelesen hatten. an diesen matsuris gibts im wesentlichen stände mit essen und plastikspielzeug, sowie solche der kategorie dosenwerfen. dazu gibts meistens irgend ein anlass, sei es ein feuerwerk, tanzdarbietungen oder typischerweise auch merkwürdig angezogene japaner, welche auf ihren schultern lautstark irgend ein ding durch die strassen schaukeln. ein mikoshi ist ein kleiner schrein auf einer holztrage, welcher im fall von kiso fukushima aus holz war und... im laufe des abends kaputt gemacht wird. dazu wird er von einigen dutzend merkwürdig gekleideten männern stundenlang durch die strassen 'gerollt' (siehe bildchen). das lustige ende, nämlich der zeitpunkt, wo das ding in tausend stücke zerbricht, haben wir leider verpasst, weil wir schon um halb 11 auf den letzten zug zurück nach matsumoto mussten - war aber trotzdem ganz lustig, besonders weil man als westler in diesen gefilden dann langsam was exotisches ist.
am nächsten tag gings nach kyoto, wo ich ja schonmal gewesen bin und was für mich deshalb nicht mehr so spannend war. aber auch anja und tobi schienen, vielleicht auch wegen den nachwehen der fujitour und der hitze, nicht allzu erpicht auf exzessive tempeltouren - abernaja! wir teilten uns dann auch zweimal auf, zumal ich auch etwas erkältet/kaputt war und mal einen nachmittag mit im ryokan rumliegen verbringen sollte. während anja und tobi den kinkakuji pavillon anschauen gingen, sah ich mir den ginkakuji an (jawohl, k und g) - wo ich feststellte, dass ich das ding vor 7 jahren schonmal gesehen hab.
nach ein paar tagen kyoto gings dann ruckzuck hoch in den norden, nach morioka, was eine wenig ansehnliche, aber zentral gelegene, grössere stadt ist. von dort aus war urprünglich geplant, den iwate-san zu besteigen, noch so n vulkan, was wir aber dann in den wind schrieben, weil die wanderung etwas zu lange gewesen wäre, die busverbindungen schlecht und das wetter nicht so gut. stattdessen machten wir eine tagestour in den südteil des towada-hachimantai nationalparks, wo man einen berg per bus recht weit hoch fahren kann. von dort aus wanderten wir einige stunden auf einer bergkette über mehrere gipfel (darunter nyuuto-san, eben jetzt der nippelberg, siehe crazy bild) bevor wir ins tal hinunterstiegen. am ende unserer wanderung gabs einen hübschen onsen, in dem wir unsere müden glieder erholen konnten.
am nächsten tag wollten wir den andern teil des nationalparks, weiter nördlich am towada see gelegen (nicht zu verwechseln mit dem tazawa see!) .. wozu wir nach aomori fuhren und von da per JR bus richtung hakkoda-san. wir übernachteten dort im berühmt-alt-ehrwürdigen sukayu-onsen, das war etwas teuer, aber eigentlich ganz nett - und, wie schon erwähnt, gabs da überraschenderweise in der lobby internet, in der pampa. dort gabs auch ein grosses gemischtes onsen-bad - aber japanisch gemischt! d.h. in der mitte der badepools gabs n schild, welches das bassin in frauen- und männer-seite teilt. auf der frauenseite gabs dazu jeweils geschickt angelegte sichtschutzwände von der umkleidekabine zu den pools, bis ins wasser - denn das wasser ist so trüb, dass man, einmal eingetaucht, perfekt verhüllt ist. aber eigentlich ne ganz lustige lösung, aber etwas viel aufwand, ich habe da drin keine einzige frau gsehn (von 8-9 ists nur für frauen zugänglich, dort kumulierts wohl). das war aber bestimmt auch besser so, denn die onsen-klientel bestand vorwiegend aus schrumpligen rentnern.
leider war das wetter im nationalpark dann richtig, richtig übel, es regnete stundenlang wie aus kübeln. deswegen gings am nächsten tag per bus weiter zum towada see: dort stiegen wir kurz aus, stellten fest, dass es immer noch unsäglich regnerisch war und dass man am see bei derartigem wetter nicht viel schlaues machen kann, stiegen wieder in den bus und fuhren weiter nach hachinohe.
(so, jetzt bin ich gleich in tokyo, nächster post - später!)
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