so! mal wieder etwas zeit für einen blogeintrag gefunden - ich bin zur zeit auf koh tao (thailand) und mach nen tauchkurs. ich war gestern zum ersten mal richtig im wasser und das war supercool, viel einfacher, angenehmer und unkomplizierter als ich mir vorgestellt habe. aber dazu vielleicht später nochmal mehr.. denn es gibt viel zu erzählen!
die letzten zwei wochen war ich mit kusi unterwegs durch thailand und laos, seit vorgestern bin ich wieder allein unterwegs. wie erwähnt hatte er sich spontan entschieden, zwei wochen mit mir zu reisen, das war sehr cool, weil's zu zweit halt immer etwas einfacher (und auch billiger!) geht. alleine 'on the road' lernt man zwar dauernd leute kennen (auch nicht immer so tolle), aber man weiss auch, dass man diese wohl bald das letzte mal in seinem leben gesehn hat - im moment geht das easy, doch mal schaun wie das bis ende dezember rauskommt, so alleine.
nundenn zu den schilderungen!
ich wartete also in bangkok erst zwei tage auf kusi, danach blieben wir noch drei tage und sahen uns die stadt gemeinsam an.
bangkok ist meineserachtens nicht sonderlich reizvoll, aber gewiss interessant.. das strassenbild ist zwar für asiatische verhältnisse recht geordnet, dennoch aber recht staubig, lärmig, stinkig. nichtsdetotrotz hat's viele touristen, und in den touristischen regionen an jeder ecke leute, die einem irgendwie übern tisch ziehn wollen - das macht alles auch etwas mühsam, es sei aber im vergleich zu indien noch harmlos, wie mir gesagt wurde.
die klassischen tourist spots, einige tempel (wats) sowie der königspalast, hatte ich als erstes alleine abgeklappert. viele buddhas und viel gold gibts da! komischerweise haben mich die tempel hier aber nicht so beeindruckt, vielleicht etwas zu klein, zu wenig grosszügig? es ist irgendwie so, als ob man eine schweizer katholische kirche mit grossen europäischen dömen vergleicht.
praktisch und lustig sind fahrten auf dem breiten fluss (mae nam chao phraya) - wohl das schnellste und billigste verkehrsmittel in bangkok (von der spärlichen metro abgesehn). daneben gibts auch noch kleine seitenkanäle mit fährverkehr - im wesentlichen fährt man dabei auf ner offenen kloake, mievt grässlich, ist aber ganz abenteuerlich (mund geschlossen halten).
ein echtes highlight war dagegen der besuch einer skybar auf dem dach eines hohen luxushotels, wo man nebst teuren drinks vor allem eine eine grandiose aussicht auf die stadt geniessen kann. dazu waren wir später auch noch auf dem höchsten gebäude thailands, dem xyz tower, was allenfalls auch recht empfehlenswert ist.
daneben gibts noch einiges an einkaufszentren und märkten zu sehn, was aber alles in allem entweder unspektakulär (einkaufszentren) oder andernfalls sehr touristisch (zouk-mässige 'thai märkte'.. fake a-z undso) ist.. odernaja, ich konnte märkten irgendwie noch selten wahnsinnig viel abgewinnen (obwohl! .. dazu später).
auf unserm weg zum chatuchak weekend market wurden wir von unserm tuktuk (klassisch) noch bei nem (überraschenderweise) echten t.a.t. reisebüro abgeladen. wir hatten eigentlich vor, mit dem nachtzug nach chiang mai zu fahren, doch .. der war (angeblich?) ausgebucht, und so mussten wir nen nachtbus nehmen - blöd, ging aber ganz okay. hm, auf jeden fall buchten wir dort entgegen unserem ursprünglichen vorhaben all unsere bus- und boottickets, sowie zwei übernachtungen (und meinen tauchkurs).
abernaja, retrospektiv.. den thais ist irgendwie nicht zu trauen, es tut mir leid, man weiss nicht, wie weitgehend wir über's ohr gehauen wurden, das ganze ist sehr intransparent. ich mag sowas nicht, wenn man angst haben muss, 10 meter die strasse runter rauszufinden, dass man 50% zuviel bezahlt hat. andererseit's its aber schon praktisch, wenn man nicht dauernd rumrennen muss um rauszufinden, wo und wann der bus/das schiff für die nächste etappe fährt.
wir blieben einen tag in chiang mai, danach ging's per minibus weiter richtung laotische grenze, nach chiang kong. der ort liegt am mekong, und am andern ufer liegt laos. tags darauf fuhren wir also übern den fluss und von dort zwei tage lang per 'slow boat' flussabwärts. übernachtet haben wir dabei im einzigen grösseren dorf an dieser strecke, pak bang - was mittlerweile ebenfalls sehr touristisch ist. obwohl, touristisch ist vielleicht etwas falsch ausgedrückt - es gibt einfach ein grosses angebot an guesthouses und hotels, der rest rundherum wirkt sehr.. laotisch, sehr einfach.
ziel unserer schifffahrt war luang prabang (meine schätzung: 20'000 einwohner), was früher mal herrschaftssitz des königs von laos war und wo man an jeder ecke einen buddhistischen tempel/ein kloster findet. hier merkt man den französischen einfluss (laos war mal kolonie) wohl am stärksten - die häuser sind sehr kolonialistisch-europäisch, aber sehr schön! ausserdem gibts ordentliches baguettes oder croissants zum frühstück. es gibt viele restaurants die irgendwie einfach, elegant und geschmackvoll sind, ohne klischeemässig oder snobistisch zu erscheinen. zum teil kann man in laos auch französisch sprechen, besonders mit der älteren generation, sonst zumindest mit den zahlreichen französischen touristen.
nach einigen tagen laos hatten wir vor, von luang prabang per flugzeug über bangkok nach koh samui zu fliegen. am tag unseres fluges wollte ich nochmal die genaue abflugzeit überprüfen - und stiess dabei auf ne fehlermeldung in unserer vermeintlichen buchungsbestätigung. mit der kreditkarte hatte irgendwas nicht geklappt. glücklicherweise hat bankok airway eine filiale an prominenter stelle in luang prabang, wo wir auf wenig verständnis für unser problem stiessen und erfuhren, dass der flug am selben tag so 80$ mehr kosten würde (pro person). wir entschieden uns, noch einen tag länger zu bleiben, da das ticket am folgenden tag nur 30$ teurer war - wir sparten also pro person 50$, mit denen man in laos einen sehr komfortablen tag haben kann. dieses malheur war eigentlich gar nicht schlecht, denn es gab uns zeit für eine kayaktour und dem besuch von zwei beeindruckenden wasserfällen in der nähe. das wasser ist offenbar recht mineralhaltig, das flussbett ist ähnlich geysiren von dicken schichten harten sediments überdeckt. der eine ist sehr hoch und wild, der andere ist cool, weil man in den 'pools' in herrlich frischem wasser baden kann, irgendwie alpamare-mässig (siehe bilder, obwohl ich das nicht so toll einfangen konnt). der stimmung etwas abgetan hatte zwischenzeitlich, dass in den fluten kusis unterwasserkamera verlorenging - beim versuch sie zuzuwerfen. wären ein paar coole bilder drauf gewesen..
danach gings also verspätet per flugzeug nach koh samui, der name klingt bekannt, oder?
die insel ist unglaublich touristisch, die schöneren buchten sind so gut wie restlos mit resorts und villen zugebaut - vielerorts ist's deswegen sogar schwer, überhaupt an den (langen!) sandstrand zu gelangen. wir verbrachten den ersten tag auf samui damit, ein hotel zu suchen indem wir mit unserem miet-jeep rund um die insel fuhren. am abend hatten wir unsern favorit gefunden - rustikales bungalow direkt am ruhigen, menschenarmen strand, mit abendsonne für 500B pro nacht (16chf). das war wirklich unglaublich cool und billig.
gelernt haben wir auch was: resorts sind grässlich.
zwei tage später mussten wir dann leider schon wieder los, wir fuhren noch mit demselben schiff, ich stieg in koh tao aus und suchte meine tauchschule, kusi fuhr weiter richtung festland.
ich sitz überigens grad an ner gemütlichen bar direkt am strand.. mit wifi! das gibts hier an jeder ecke.. wirklich nett hier auf ko tao. mal sehn wie das wetter an der andamanenküste ist (schlecht glaub).. vielleicht bleib ich hier noch ein paar tage mehr, zieh noch in eins der netten bungalows mit seeblick, die ich gestern entdeckt hab (für 23.- pro nacht.. mit morgensonne und aussicht auf die schönste bucht der insel!).. und mach vielleicht noch ein paar tauchgänge mehr. wir werden sehn..
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